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Abendstimmung

Segeln und Paddeln am großen Brombachsee (in der Nähe von Ansbach). Eine Tour im Oktober 2012.

Abendstimmung

Segeln und Paddeln am kleinen Brombachsee (in der Nähe von Ansbach). Eine Tour im Oktober 2012.

Abendstimmung

Segeln und Paddeln am kleinen Brombachsee (in der Nähe von Ansbach). Eine Tour im Oktober 2012.

Lago Maggiore

5 Tagestour im Frühjahr 2012 um den Lago Maggiore. Pause in Feriolo am Westufer.

Neckar bei Neckargerach

Paddeltour auf dem Neckar. im Sommer 20012 von Mosbach nach Heidelberg.

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Sonntag, 20. April 2014

Ein Anhänger muss her…

Faltbootanhänger am Faltrad

Viele Dinge auf der Welt kann man nach ihrem ursprünglichen Gebrauch klappen, falten oder zerlegen, um sie im Anschluss platzsparend zu verstauen oder zu transportieren. Das Faltboot ist ein typischer Vertreter dieser Gattung. Zum Paddeln ist es knapp 5 Meter lang, um es zu transportieren nicht grösser als ein großer Rucksack. Ein weiterer Vertreter dieser Gattung ist das Faltrad. Moderne Falträder weisen erstaunliche Fahreigenschaften auf und erleichtern bzw. erweitern die Möglichkeiten eines mobilen Erdenbürgers enorm. Schaut man sich zum Beispiel die Faltmaße eines Brompton Faltrades an (60x58x27cm) ist man erstaunt wie klein man doch ein Fahrrad zusammenlegen kann ohne dabei annehmbare Fahrleistungen einzubüßen.
Beide Falt-Vertreter habe ich in den letzten Jahren schätzen und lieben gelernt. Sie machen mich mobil zu Wasser als auch zu Lande und haben meine Möglichkeiten des Reisens deutlich erweitert.
Was mir bisher allerdings noch nicht gelang, ist die Kombination beider Fortbewegungsmittel. Es scheiterte bisher an der Möglichkeit des Bootstransports auf dem Fahrrad als auch dem Fahrradtransport auf dem Boot.
Die naheliegenste Lösung um dieses Problem zu lösen erschien mir der Bau bzw. Kauf eines Anhängers, der sich sowohl als Bootswagen als auch als Fahrradtransportanhänger eignete.

Folgende Randbedingungen sollte der Wagen erfüllen:
Leicht, Zerlegbar, Klappbar
Verstaubar (Referenz Nortik Scubi)
Eignung als Anhänger für mein Brompton (inkl. Einkaufstour)
Eignung als Bootswagen (Scubi, Kahuna, E65)

Nach einer Internetrecherche standen folgende Kandidaten zur Auswahl, die aber alle für meine Nutzung angepasst werden mussten:

Burley Nomad (geschlossener Anhänger)
Carry Freedom S oder L (Plattformanhänger)
Monz Van (mit wasserdichter Tasche)
Roland Carrier S (Plattformanhänger)
Burley Travoy (Trolley)
Radical Cyclone (geschlossener Anhänger)

Konzeptionell sollte der Anhänger folgendermaßen funktionieren:

Zum Fluss/See  als Lastenanhänger für die komplette Paddelausrüstung am Faltrad.
Im Fluss/See  als Plattform zur Aufnahme meines Faltrads.
Am Fluss  zum Transport des aufgebauten Boots incl. Faltrad = Bootswagen.

Die Entscheidung für den Kauf des dazu passenden Anhängers erfolgte über eine kleine Bewertungsmatrix.


Und wie aus dem Anhänger ein Nrompton - Faltboot - Anhänger wurde könnt ihr in den nächsten Tagen lesen. Ich arbeite daran.






Dienstag, 17. April 2012

Teil 4 - Yiepiee yahhh yahhh

yiepie yiepie yeähhh...

 …die Verhandlungen mit dem Verkäufer gingen aus wie das Hornberger Schießen. Er wollte mir weder die fehlende Süllrandleiste noch die miserablen Paddel ersetzen. Ich konnte ihm aber immerhin 50 Euro Preisnachlass abringen. Das ganze Stück wieder zurückzuschicken schien mir – in Anbetracht der gigantischen Packet Abmessungen – keine Option zu sein.
Ok … dann motz ich mir halt den alten Dampfer wieder ordentlich auf. Die Hornbacher machten es mir ja in ihrem Fernsehspot vor. So begann ich mir eine ToDo Liste der very wichtigen Bootsreparaturen zu erstellen.
  1. Ausbesserung Gestell, Spanten (Klebung kleinerer Einrisse)
  2. Aschleifen, Neulackierung Gestell, Spanten
  3. Flügelmuttern erneuern
  4. Befestigungsriemchen erneuern
  5. Bau Steuereinrichtung (Pedale)
  6. Reinigung Imprägnierung Oberschiff
  7. Sitzpolster
  8. Steuerseile erneuern
  9. Spritzdecke kaufen
  10. Paddel neue Hülsen
  11. Paddel neu lackieren
  12. neue Packtaschen

Donnerstag, 12. April 2012

Teil 3 - Ach du heiliges Holz ...

…Kiste auf … doch was war denn das? Meine müden Augen erblickten einen großen Haufen Holz. Holz welches in seinem Erscheinungsbild aber auch nix mit dem zu tun hatte, was in der Anzeige dargestellt und dokumentiert war. Das kann unmöglich das beschriebene Boot sein! Und die Paddel?! Oh Gott … völlig verschlissen. Die Hülsen kaputt. Auf den eBay Bildern waren doch fast neuwertige Paddel dargestellt?! Ich war erst einmal bedient.
Nach einer Stunde Schockstarre machte ich mich an die genaue Analyse der Teile:


Das Gestell

-        Das Gestell war eines aus den frühen 70ern (auf keinen Fall Rz85-3)
-        Viele Holzstellen waren durch eindringende Feuchtigkeit dunkel verfärbt und teilweise angemodert…
-        Vordersteven wurde eine Bodenleiste durch eine unlackierte selbst angefertigte ersetzt.
-        Gestell (fast) vollständig, es fehlte lediglich die vordere Süllrandleiste


Die Paddel

-        Völlig verschlissen
-        Es fehlten zwei Hülsen


Die Bootshaut

-        War von einem Rz85-3
-        Absolut top in Form
-        Verdeckstoff - noch in schönem Dunkelblau
-        PVC Unterschiff hatte nur ganz geringe Verschleißspuren und war noch schön weich…


Die Steuereinrichtung

-        Nix dabei – obwohl auf den Bildern abgebildet

…ja und nun. Was mache ich nun. Eines stand fest. Ich muss Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen um den Sachverhalt zu klären…

Montag, 9. April 2012

Teil 2 - So kauft man Boote ...

Um in die Riege der Menschen „mein, Haus, mein Auto, mein Boot“ aufgenommen zu werden fehlte mir noch Eins. Das Boot. Wie für viele Kanbesitzer sollte meine Erstanschaffung ein Gebrauchtes sein. Da mir die Poucher Boote aus meiner Kinder- und Jugendzeit bekannt waren entschied ich mich für ein RZ 85.So ein Gebrauchtes ist deutlich günstiger als ein Neuboot und es ist schon "eingeritten" und dadurch leichter aufzubauen. Ein Blick bei eBay ließ mich frohlocken. Die Auswahl an Gebrauchtbooten war gigantisch. Kein Wunder – jeder (gefühlte) dritte DDR Bürger besaß in den 80igern ein solches Teil. Nur so lässt sich die hohe Gebrauchtbootanzahl erklären.
Nicht mehr als 500 Euro wollte ich für mein neues gebrauchtes Klappschiff ausgeben. Meine Budget Obergrenze und die aktuellen eBay Angebote ließen auf ein recht ordentliches Gebrauchtes hoffen.
Also den Computer an, den eBay Biet-O-mat angeworfen, Boote rausgesucht und den Start Button gedrückt.
Nun musste ich nur noch warten, welches der infrage kommenden Boote es werden würde. Nach 6 Tagen war es dann endlich soweit. 350 Euro + 39 Euro Versand. Die Anzeige laß sich super.  „Bootshaut in neuwertigem Zustand ohne Flicken und nur geringen Gebrauchsspuren“ … „Gestell in gebrauchtem Zustand, einige Bereiche sollten aber nachlackiert werden“ … „dabei zwei Doppelpaddel“ … Hörte sich gut an.
Auf den Bildern ein RZ85 welches fantastisch aussah (Anhand der Bilder sollte es ein Boot aus der letzten Vorwende Generation Rz85-3 sein). Wunderschön blaues Verdeck, fast neuwertige Pouch Doppelpaddel und ein Bootsgestell welches besser aussah als dies in der Anzeige beschrieben war. Der Verkäufer - eine Firma aus dem Osten Deutschlands. Auch gut…Ich war glücklich … überwies den Betrag an besagte Firma und …. waaaaartete.
Nach 3 Tagen war es dann soweit. Der Postbote stand vor der Tür … Das Packet so groß wie ein mittelgroßer Röhrenfernseher. Das soll ein Boot sein? Ich unterschrieb … und war erst einmal irritiert. Irgendwie hatte ich das alles in ganz anderer Erinnerung. Grösser!? Länger!? Schwerer!? Irgendwie anders …

Ich machte mich sogleich ans Auspacken. Im Packet … 4x Spanten, 1x Bootshaut und sonst…. Nix… Überhaupt nix …


Hatte ich etwas in der Anzeige überlesen? Nein das konnte nicht sein! In meiner Vorfreude und Wartezeit auf die Lieferung hatte ich die Anzeige bestimmt 5x gelesen. Also Mail an den Verkäufer … 5min später hatte ich die Antwort: „Die Lieferung erfolgt in zwei Paketen“… Puhhh bloß gut dachte ich aber wo bitte ist das zweite Packet? 5 Tage später stand es dann vor der Tür. Und dieses Mal ein Paket so groß wie Kühlschrank…

Donnerstag, 5. April 2012

Teil 1 - Wie alles begann ...

Vor einiger Zeit stolperte ich im Internet mal wieder bei ebay über verschiedene Faltboot Anzeigen. Es war für mich wie ein Schritt „Zurück in die Vergangenheit“. Als Kind saß ich oft an unserem Badesee und schaute den vielen „Faltern“ beim Segeln zu. Und ich sprach zu mir  "Ohhhh“ …. „Mhhhhh“ wie schön wäre es doch meinen Kindheitstraum neu aufleben zu lassen. Und vielleicht bekomme ich es ja hin meine beiden Knirps auch davon zu begeistern.

Gesagt getan. Ich warf meine Computer an und machte mich schlau, was denn - die mir aus meiner Kindheit bekannten Poucher Boote - so kosten. Es sollte auf jeden Fall ein Zweier werden. Denn auch das wusste ich noch aus meinen jungen Tagen. Solch ein Zweier eignet sich für die ganze Familie. 2 Erwachsene und zwei Kinder waren damals kein Problem und sollte deshalb heute auch kein Problem darstellen.