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Mittwoch, 6. August 2014

Mit dem Faltboot von Lindau nach Meersburg- Teil 1

Es war mal wieder soweit. Eine 4-Tagestour stand an. Es sollte an den Bodensee gehen. Geplant war eine klassische Tour mit Bahn und Faltboot. Den Paddelstart wählte ich in Lindau das Ziel sollte Radolfzell werden.

Am Himmelfahrtsdonnerstag startete ich mit Sack und Boot auf dem Bahnhof in Tübingen. Zeltutensilien, Klamotten und Verpflegung kamen in den Rucksack, das Boot und der restliche Paddelkram auf meine Bootskarre.
Gegen 9.00 Uhr startete ich im völlig überfüllten Zug in Richtung Lindau. Mit einem Mal Umsteigen und ca. 3Std. später stand ich am Bodensee Ufer.
Den Bootsaufbau erledigte ich im neben dem Bahnhof gelegenen Park. 14.30 Uhr startete ich dann bei strahlendem Sonnenschein am Westufer der Lindauer Insel in Richtung Friedrichshafen.

Tag 1 Lindau – Gohren am See (11 km)
Prognostiziert war für die kommenden 4 Tage recht annehmbares Wetter – ohne Niederschlag und mit annehmbaren Temperaturen. Der Donnerstag war dann auch fantastisch zum paddeln. Wenig Wind und feinste Sonne mit einigen Abschattungen. Ich ließ es dann auch locker angehen. Mein Ziel hatte ich mir in Gohren am See gesteckt. Ich fuhr meine gesamte Strecke Ufer nah und genoss die tolle Landschaft und die zum Teil feudalen Bauten die sich am Ufer aufreihten.
Meine erste Pause machte ich dann auch schon in Wasserburg. Bei leckerem Kuchen und Kaffee genoss ich die Nachmittagssonne. Eins wurde mir aber jetzt schon klar. An solchen „langen Wochenenden“ sollte man tunlichst den Bodensee meiden. Es wimmelte nur so von Touristen!
Am späten Nachmittag machte ich mich dann auf zum Campingplatz „Gohren am See“. Der Himmel verdunkelte sich zu sehnst immer stärker und genau beim Erreichen des Platzes fing es dann kräftig an zu regnen. Wie sich doch so ein Wetterbericht täuschen kann.

Der Campingplatz in Gohren war völlig überfüllt. Weit und breit war kein freier Stellplatz für ein kleines Zelt zu entdecken. Es war überhaupt kein Zelt zu erblicken. Na Super, Regen, kein freier Platz, toll. Na das fängt ja super an. Auf meinem Weg zur Rezeption erblickte ich dann doch noch ein paar kleine Stellmöglichkeiten auf Dauercamperplätzen. Ich notierte mir die Nummern und ging mich anmelden. Wie zu erwarten, war der Platz voll! Ich konnte die Dame an der Rezeption aber davon überzeugen, dass ich mein Zelt auf einem der von mir notierten Plätze für eine Nacht aufstellen konnte.
Nachdem ich mein Zelt aufgestellt hatte ließ der Regen langsam nach, so dass noch eine kleine Wanderung möglich wurde. Und der Hunger musste ja auch noch bekämpft werden. Der nahegelegene Dorfkrug war dann auch eine zufällige sehr gute Wahl. Es handelt  sich um ein rustikales Restaurant mit grossem Biergarten und angegliedertem grossen Wohnmobilstellplatz. Wer mit dem Womo am Bodensee unterwegs ist kann hier sicherlich eine nette Bleibe finden.

Tag 2 Gohren am See – Friedrichshafen – Mersburg (26,5 km)
Der zweite Tag begann dann auch wie der erste aufgehört hatte – mit Regen. Der ließ aber am frühen morgen dann allmählich nach und hörte dann am Vormittag ganz auf. Ich packte mein ganzes Gerödel aufs Boot und startete dann Richtung Friedrichshafen. Es war trocken jedoch machte mir ein kräftiger Gegenwind das Vorankommen nicht so leicht.
Es ging vorbei an Langenargen mit seinem Schloss Montfort und dem Naturschutzgebiet Erieskircher Ried des größten und wertvollsten Naturschutzgebietes am Nordufer des Bodensees. Die Flachwasserzone beherbergt viele Wasservögel, vor allem im Winterhalbjahr und artenreiche Streuwiesen mit zahlreichen seltenen Pflanzen. Hier machte ich dann auch meine erste Pause mit Blick auf das nahegelegene Friedrichshafen.
Gegen Mittag ging es dann weiter Richtung Friedrichshafen. Am Nachmittag verbesserte sich das Wetter zusehends und auch der Wind ließ etwas nach so dass das Vorankommen etwas besser wurde. Es ging vorbei an Fischbach und Immenstaad wo ich einen kleinen Zwischenstopp einlegte. Nach einer kleinen Wanderung durch den Ortskern und einem Kaffee direkt am Seeufer ging es dann weiter in Richtung Mersburg.
Hinter Hagnau macht mich dann auf die Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz. Lust auf einen Campingplatz hatte ich nicht mehr. Kurz vor Meersburg fand ich dann eine geeignete Stelle, die direkt zwischen dem Ufer und dem Radweg lag an der ich mein Zelt aufstellen konnte. Wie ich feststellen musste ist das „freie Übernachten“ am Bodensee äußerst schwierig. Geeignete Stellen sind Mangelware!


Bootsaufbau in Lindau


Wasserburg

Gewitter über den Bergen

Pause gehört auch dazu

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Schloss Montfort

Erieskircher Ried

Immenstaad

Immenstaad

mein Nachtlager



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